Brand- und Katastrophenschutz

Rauchmelder-Pflicht

Rauchmelder

In Sachsen sind Rauchmelder seit Anfang 2024 gesetzlich vorgeschrieben - und zwar in allen Wohnungen, insbesondere in Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren. Dennoch wissen viele Eigentümer nicht, dass sie zur Installation verpflichtet sind. Bundesweit ist etwa ein Viertel der Eigentümer nicht informiert - vermutlich auch in Lauta.

Rauchmelder retten Leben, denn sie erkennen Brände frühzeitig und warnen rechtzeitig. So können sich Menschen in Sicherheit bringen und größere Schäden vermieden werden.
Auch für die Feuerwehr sind sie wichtig, da sie Einsätze sicherer machen und Großbrände verhindern helfen.

Besonders empfehlenswert sind Geräte mit Q-Siegel. Diese sind langlebig, zuverlässig und haben eine fest verbaute Batterie mit mindestens 10 Jahren Lebensdauer.

Weitere Infos zum Thema finden Sie auch unter www.rauchmelder-lebensretter.de

Bitte prüfen Sie, ob Ihre Wohnung mit Rauchmeldern ausgestattet ist und ob diese noch funktionieren. Es geht um Ihre Sicherheit.

Katastrophenvorsorge

Deutschland ist eines der sichersten Länder der Welt.
Dennoch erleben wir, dass auch in Deutschland Krisen unsere gewohnten alltäglichen Abläufe stören. Extreme Wetterereignisse nehmen zu. Durch Cyberattacken, Desinformation oder Sabotage finden Angriffe auf Infrastrukturen, Meinungsbildung und Zusammenhalt statt. Selbst ein Krieg scheint nicht mehr ausgeschlossen zu sein wie noch vor einigen Jahren.

Wenn etwas passiert, ist es besser, vorbereitet zu sein:

Der neue Ratgeber "Vorsorgen für Krisen und Katastrophen" des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) fasst Vorbereitungs- und Handlungsempfehlungen für verschiedene Notsituationen zusammen. Checklisten unterstützen Sie bei der Umsetzung.

Weitere Handlungsempfehlungen zum Thema "Katastrophenvorsorge" finden Sie nachfolgend:

Teil 1 - Getränke und Lebensmittel

Im Falle einer Katastrophe wie Hochwasser, Stromausfall oder Sturm besteht die Gefahr, dass Lebensmittel nur noch schwer zu bekommen sind. Sorgen Sie daher für einen ausreichenden Vorrat. Ihr Ziel muss es sein, 10 Tage ohne Einkaufen überstehen zu können. Die Lösung liegt in Ihrer Verantwortung. Ob und wie viel Sie vorsorgen, ist eine persönliche Entscheidung. In der folgenden Übersicht finden Sie ein Beispiel für einen 10-tägigen Grundvorrat für eine Person. Dieser entspricht ca. 2.200 kcal pro Tag und deckt damit im Regelfall den Gesamtenergiebedarf ab. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Planung persönliche Vorlieben, Diät-Vorschriften und Allergien.

10-TAGE-VORRAT:

Getränke:
2 Liter pro Tag und Person. Menge 20 Liter p.P. / 10 Tage. Bei dem vorgeschlagenen Getränkevorrat wurde über den reinen Bedarf eines Erwachsenen von mindestens 1,5 Litern pro Person und Tag hin aus ein Zuschlag von 0,5 Litern vorgenommen, um unabhängig von der öffentlichen Trinkwasserversorgung auch über Wasser zur Zubereitung von Lebensmitteln wie z. B. Teigwaren, Reis oder Kartoffeln zu verfügen. Denken Sie darüber hinaus auch an Wasser für die Tages-Hygiene.

Getreide:
Getreideprodukte Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis. Menge 3,5 Kg p.P. / 10 Tage

Gemüse, Hülsenfrüchte:
Denken Sie daran, dass Gemüse und Hülsenfrüchte im Glas oder in Dosen bereits gekocht sind und für getrocknete Produkte zusätzlich Wasser benötigt wird. Menge 4,0 kg p.P./ 10 Tage.

Obst, Nüsse:
Bevorraten Sie Obst in Dosen oder Gläsern und verwenden Sie als Frischobst nur lagerfähiges Obst. Menge 2,5 kg p.P. / 10 Tage.

Milch, Milchprodukte:
Menge 2,6 kg p.P. / 10 Tage

Fisch, Fleisch, Eier bzw. Volleipulver:
Bitte beachten Sie, dass frische Eier nur begrenzt lagerfähig sind, Volleipulver ist hingegen mehrere Jahre haltbar. Menge 1,5 kg p.P. / 10 Tage

Fette, Öle:
Menge 0,357 kg p.P. /10 Tage

Sonstiges nach Belieben:
z. B. - Zucker, Süßstoff, Honig, Marmelade, Schokolade, Jodsalz, Fertiggerichte (z. B. Ravioli, getrocknete Tortellini, Fertigsuppen), Kartoffeltrockenprodukte (z. B. Kartoffelbrei), Mehl, Instantbrühe, usw.


NÄHERE INFORMATIONEN...
… finden Sie beim Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter www.ernaehrungsvorsorge.de.
Hier können Sie z. B. über einen Vorratskalkulator Ihren persönlichen Bedarf berechnen.

Der o. g. Beitrag steht Ihnen HIER zum Download bereit...

Teil 2 - Blackout-Fall - Praktisches Equipment für Ihr Zuhause

Ein großflächiger Stromausfall (Black out) kann plötzlich eintreten – und länger andauern.
Damit Sie gut vorbereitet sind, reicht es nicht aus, nur Lebensmittel einzulagern. Genauso wichtig ist die richtige Ausrüstung. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Dinge, die Sie im Haushalt bereithalten sollten:

Beleuchtung: Taschenlampen & mobile Lampen

•    Nutzen Sie LED Taschenlampen mit Reserve-Akkus oder USB Ladefunktion – sie sind langlebig und energiesparend.
•    Auch Laternen oder Kerzen sorgen für eine angenehme Raumbeleuchtung.
•    Vergessen Sie nicht Streichhölzer oder ein Feuerzeug, um Lichtquellen zu entzünden.

Stromversorgung: Akkus & Powerbanks

•    Legen Sie sich einen Vorrat an AA- und AAA Batterien an – ideal für Taschenlampen, Radios und kleine Geräte.
•    Powerbanks mit hoher Kapazität (am besten mit Solarzelle) helfen Ihnen, Handy und andere Geräte aufzuladen.

Kommunikation: Notfall Radio

Ein Kurbel- oder Solar Radio ist im Notfall unverzichtbar. Es empfängt UKW, DAB+ und wichtige Warnmeldungen über das Modulare Warnsystem (MoWaS) und die NINA-App.

Kochen ohne Strom: Gaskocher & Alternativen

•    Mit einem Camping Gaskocher können Sie auch bei Stromausfall Mahlzeiten zubereiten – aber bitte nur im Freien verwenden!
•    Für Innenräume eignen sich kleine Spirituskocher oder Brennpasten.
•    Wer einen Garten hat, kann auch auf Grill oder Dutch Oven zurückgreifen.

Hygiene & sanitäre Versorgung

•    Eine mobile oder kompostierende Toilette ist wichtig, falls die Kanalisation ausfällt.
•    Bevorraten Sie Feuchttücher, Desinfektionsmittel, Toilettenpapier und Müllbeutel.

Ergänzende Ausrüstung

•    Halten Sie ein gut ausgestattetes Erste-Hilfe-Set bereit – inklusive Verbandsmaterial und wichtiger Medikamente.
•    Denken Sie an Wolldecken, wetterfeste Kleidung und ggf. Notfall-Schlafsäcke.
•    Ein Multitool oder Taschenmesser hilft bei Reparaturen.
•    Für die Wasserversorgung sind Trinkwasserfilter oder Desinfektionstabletten sinnvoll.

Ihre Checklist auf einen Blick:

Ausrüstungsbereich Was Sie bereit halten sollten
Licht & Energie Taschenlampen, Akkus, Kerzen, Powerbanks
Kommunikation Notfallradio, Batterien, Kurbel-/ Solarbetrieb
Kochen Gaskocher (nur draußen!), Spirituskocher, Grill
Sanitäre Versorgung Notfalltoilette, Hygieneartikel, Müllbeutel
Sicherheit & Hygiene Erste-Hilfe-Set, Decke, Kleidung, Multitool, Wasserfilter

TIPP:
Lagern Sie Ihre Notfallausrüstung am besten zentral, z. B. in einer Kiste, und prüfen Sie regelmäßig. Tauschen Sie verbrauchte oder abgelaufene Artikel rechtzeitig aus.

Weitere Informationen & Downloads:

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK):
Ratgeber und Checklisten unter: www.bbk.bund.de

Privater Anbieter Ration1:
Komplettsets und nützliche Tipps unter: www.ration1.de


Mit der richtigen Ausstattung können Sie im Ernstfall Ihre Grundversorgung selbst sicherstellen – für mehrere Tage oder sogar Wochen.
Nutzen Sie die Zeit, sich jetzt vorzubereiten – für sich und Ihre Familie.

Der o. g. Beitrag steht Ihnen HIER zum Download bereit...

Blackout oder Katastrophenfall – Woher bekomme ich Informationen und Hilfe?

Im oberen Teil haben wir bereits über die persönliche Notfallvorsorge informiert. Dabei ging es um die Bevorratung von Lebensmitteln, Trinkwasser und notwendiger Ausrüstung für einen längeren Stromausfall.

Doch neben der eigenen Vorsorge gibt es zwei Fragen, die im Ernstfall entscheidend sind:

  • Wie werde ich gewarnt?   und
  • Wie bekomme ich Hilfe, wenn Telefon und Internet nicht mehr funktionieren?
Warnung im Ernstfall

Viele Bürger verbinden eine Warnung vor Gefahrenlagen mit dem Sirenenton. Tatsächlich können bei einem großflächigen Stromausfall jedoch nicht alle Sirenen in unserem Stadtgebiet betrieben werden.

Die neu errichteten Sirenen in Lauta Stadt verfügen über eine Akkupufferung und können daher auch bei einem Stromausfall für eine begrenzte Zeit weiterhin Warnsignale auslösen.

Die älteren, motorbetriebenen Sirenen in Lauta Dorf, Laubusch sowie Leippe-Torno sind hingegen auf eine funktionierende Stromversorgung angewiesen und stehen bei einem Blackout nicht mehr zur Verfügung.

Verlassen Sie sich deshalb nicht ausschließlich auf Sirenen!

Ihr Handy wird Sie warnen

Beim jährlichen bundesweiten Warntag konnten viele Bürger bereits erleben, wie moderne Warnsysteme funktionieren. Mobiltelefone geben dabei einen lauten Warnton ab und zeigen eine Warnmeldung auf dem Bildschirm an.

Dieses sogenannte Cell-Broadcast-System wird auch bei tatsächlichen Gefahrenlagen eingesetzt. Die Warnmeldung erreicht alle eingeschalteten Mobiltelefone in einem betroffenen Gebiet automatisch, eine spezielle App ist dafür nicht erforderlich.

Wenn Ihr Handy eine solche Warnmeldung ausgibt, sollten Sie diese ernst nehmen und sich umgehend über die aktuelle Lage informieren.

Informationen auch ohne Strom

Bei einem länger andauernden Stromausfall werden Fernsehen, Internetrouter und viele Radios nicht mehr funktionieren. Auch die Mobilfunknetze werden durch Stromausfälle oder Überlastungen eingeschränkt sein und nach kurzer Zeit ganz ausfallen.

Deshalb empfehlen die zuständigen Behörden seit Jahren die Anschaffung eines batteriebetriebenen, solarbetriebenen oder kurbelbetriebenen Radios. Nur so können wichtige Informationen und Durchsagen auch dann noch empfangen werden, wenn andere Kommunikationswege bereits ausgefallen sind.

Wer sich ausschließlich auf Smartphone und Internet verlässt, könnte im Ernstfall schnell ohne Informationen dastehen.

Wo bekomme ich Hilfe?

Sollten bei einem Blackout oder einer anderen Katastrophenlage Telefon, Mobilfunk oder Internet ausfallen, können Notrufe unter Umständen nicht mehr über die 112 abgesetzt werden.

>> In diesem Fall wenden Sie sich direkt an ihre Ortsfeuerwehr. <<

Die Feuerwehren verfügen über besondere Funktechnik und können auch dann noch Verbindung zur Integrierten Regionalleitstelle aufnehmen, wenn die öffentlichen Kommunikationsnetze bereits ausgefallen sind.

Die Feuerwehrgerätehäuser werden in einem solchen Ereignis besetzt und dienen als Anlaufstellen für die Bevölkerung bei:

  • medizinischen Notfällen,
  • Bränden,
  • Unfällen,
  • technischen Hilfeleistungen,
  • oder anderen akuten Gefahrensituationen.

Wenn Sie keine Möglichkeit mehr haben, einen Notruf abzusetzen, suchen Sie das nächstgelegene Feuerwehrgerätehaus auf. Von dort kann die notwendige Hilfe organisiert und die Rettungskette in Gang gesetzt werden.

Bitte wenden Sie sich in solchen Fällen nicht an das Rathaus.

Die Feuerwehr ist im Katastrophen- und Blackoutfall die zentrale Anlaufstelle für Notrufe und Hilfeersuchen.

Gut vorbereitet durch die Krise

Ein ausreichender Vorrat an Lebensmitteln und Trinkwasser, eine funktionierende Notfallausrüstung sowie ein batteriebetriebenes oder kurbelbetriebenes Radio helfen dabei, die ersten Tage einer Krisensituation selbstständig zu überbrücken.

Vorsorge bedeutet nicht, Angst zu haben. Vorsorge bedeutet, vorbereitet zu sein.

Wer vorbereitet ist, kann in einer Ausnahmesituation ruhiger handeln, sich selbst und seiner Familie helfen und gleichzeitig die Einsatzkräfte entlasten.

WICHTIG IM BLACKOUT-FALL
  • Handy-Warnungen (Cell Broadcast) beachten
  • Kurbel- oder Batterieradio einschalten
  • Informationen über Rundfunk empfangen
  • Bei Notfällen die Feuerwehr aufsuchen
  • Feuerwehrgerätehäuser sind Anlaufstellen für die Bevölkerung für die Weitergabe von Notfallmeldungen.

Freiwillige Feuerwehren

Informationen zu den Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Lauta finden Sie HIER...

Ansprechpartnerin
Undine Schnitzer
Tel. 035722 361-52
undine-schnitzer@lauta.de

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