Lauta Glocke

Wappengeschichte

Wappen der Stadt Lauta

Das Wappen der Stadt Lauta ist die aus dem Jahre 1512 stammende Glocke des Heiligen Laurentius, die noch heute in der Kirche Lauta Dorf läutet.
Die Glocke ist über die Jahrhunderte mit den Geschehnissen in der Gemeinde verbunden. Der Sage nach soll diese Kirchenglocke in einer Kapelle auf dem nahegelegenen Koschenberg gehangen haben und nach deren Verfall zur Dorfkirche Lauta gekommen sein.

Die Inschrift ist auch heute noch deutlich zu erkennen: "hilf.mir.hellcken.sant.laurencivs." (1512)
Im hölzernen Glockenturm neben der Dorfkirche von Lauta findet der Suchende heute noch das Vorbild des Stadtwappens.

Aus Anlass der 500-Jahr-Feier von Lauta im Jahr 1948 hat die Firma Bruno Arlt einen originalgetreuen Nachguss der Glocke aus Aluminium hergestellt. Eine 1994 eingeweihte Glockenanlage soll daran erinnern, dass Lauta von 1918 bis 1990 ein Großstandort der Aluminiumindustrie war.
Das Wappen der Stadt Lauta spiegelt sich auch in der Fassade des Rathauses Lauta wider.

Wappen der ehemaligen Gemeinde Laubusch

Das Wappen der ehemaligen Gemeinde Laubusch stammt aus dem Jahr 1910.
Es besteht aus den Farben rot, schwarz und gelb und zeigt einen Hammer, eine Ähre und einen Schlägel (Bergmannshammer).

Hammer und Schlägel stehen als Symbol des Bergbaus, die Ähre als Ausdruck der Landwirtschaft.
Landwirtschaft und Bergbau standen sowohl an der Wiege des Dorfes als auch der Industriegemeinde Laubusch.

Die Darstellung des Wappens im Siegel des Bürgermeisters von 1925 wurde am 17. Oktober 1929 vom Preußischen Staatsministerium als Wappen der Gemeinde Laubusch amtlich beglaubigt. Damit erhielt Laubusch das Wappenrecht.

Wappen der Ortschaft Leippe-Torno

Das Wappen der Ortschaft Leippe-Torno wurde ab 1992 mit deren Einwohnern erarbeitet. Dazu veranlasste der damalige Gemeinderat Umfragen und Gestaltungswettbewerbe.
Im Mai 1999 fasste er den Beschluss, das vorliegende Wappen mit folgenden Aussagen zur Genehmigung einzureichen:

Die Hintergrundfarben Blau und Gelb entsprechen denen der Oberlausitz, zu der die Ortschaft gehört.
Der Lindenzweig im oberen Wappenviertel steht für Leippe („Dorf an der Linde“) als älteren Ortsteil.
Der Eichenzweig darunter soll den größeren, aber jüngeren, Ortsteil Torno symbolisieren. Eine Eiche überragt majestätisch den alten Ortskern von Torno. Auch in Johannisthal findet man prägende Eichen.

Die selbständige, aber doch verbindende Darstellung der Zweige soll die in sich geschlossenen Ortslagen darstellen, gleichzeitig aber auch ihre Verbindung und Einigkeit zum Ausdruck bringen.

Die Schafzucht wurde früher in allen 3 Ortsteilen betrieben. Gegenwärtig sind die Orte immer noch von großen Weideflächen umgeben, allerdings mit rückläufiger Schafzucht. Der Schäfer soll ferner zum Ausdruck bringen, wie die gewählten Kommunalvertreter der Ortschaft Leippe-Torno über das Wohl der Einwohner wachen. Darum ist der Blick des Schäfers aufmerksam nach vorn gerichtet, während das Schaf an seiner Seite gelassen grast.

Dieses Wappen drückt die einfache, aber geborgene, Wohnqualität in Leippe, Torno und Johannisthal aus.
Es wurde am 29. März 2000 vom Landratsamt Kamenz genehmigt.

Mit der Gemeindeeingliederung in die Stadt Lauta zum 01. Januar 2007 führt der Ortschaftsrat Leippe-Torno das Wappen fort, ebenso die Ortsteile Leippe, Torno und Johannisthal sowie die Ortsfeuerwehr Leippe-Torno, deren Gebäude das Wappen ziert.