Blick entlang der Straße der Freundschaft Lauta

Aktuelles Stadtgeschehen

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner,

das Jahr 2020 ist bereits wieder einen Monat alt. Auch das Wissen, in diesem Jahr für all unsere Ziele und Vorhaben einen Tag mehr Zeit zu haben, ist nur ein schwacher Trost in diesen scheinbar immer flüchtigeren Zeiten.

Dennoch hoffe ich sehr, dass Sie die Fest- und Feiertage, von Weihnachten bis Neujahr, zur Erholung und zum Kraft tanken nutzen konnten. Für das neue Jahr wünsche ich Ihnen und Ihren Familien Verlässlichkeit, Zuversicht und Freude.

Der gesellschaftliche Wandel ist nicht nur ein geflügeltes Wort. Sicher bemerken Sie genauso wie ich, dass sich die Einkaufswelt in unserer Stadt Lauta entwickelt. Wir freuen uns gemeinsam auf die geplante Wiederbelebung des Einkaufszentrums in der Mittelstraße Lauta. Durch den vorgesehenen Ersatzneubau des Discounters Netto besteht die Chance, dort unter Umständen weitere Fachhändler und Dienstleister zu etablieren.

Doch nicht überall sieht es bei uns so verheißungsvoll aus. Wenn wir gedanklich im Bereich der Mittelstraße in Lauta bleiben, haben in den vergangenen Jahren einige Geschäfte für immer geschlossen. Der Ortsteil Laubusch musste bereits vor Jahren diesbezüglich Federn lassen. Auch im Leippe-Torno-Center steht demnächst leider wieder die Schließung eines langjährig bestehenden Einzelhandelsgeschäfts bevor.

Zuallererst sind das privatwirtschaftliche Entscheidungen, die es zu akzeptieren gilt. Dennoch tut es sehr weh! Jedes Fachgeschäft weniger bedeutet weniger Einkaufsqualität in unserer Stadt, immerhin nach wie vor der zweitgrößten Kommune im Norden des Landkreises Bautzen. Warum gibt es diese Schließungen? Ich bin der Auffassung, hier müssen wir alle unser eigenes Einkaufsverhalten hinterfragen. Da ist einerseits die häufig anzutreffende Bequemlichkeit, alles an einem Ort einkaufen zu wollen. Damit sind Einzelhändler genauso „raus aus dem Spiel“ wie bei teilweise übertriebener Preissensibilität der Kundschaft. Ein Einzelhändler kann nun einmal nicht so kalkulieren wie ein Großmarkt.

Zu einem anderen Thema: im Lautaer Haus der Jugend am Lessingplatz fand auch am vergangenen Silvestertag die Fete des dort ansässigen KSV 69 Lauta e. V. statt. Diese traditionelle Veranstaltung wird nach Lage der Dinge auch in diesem Jahr stattfinden können. Der Stadtrat hat sich im November 2018 auf Vorschlag der Verwaltung das Gebäude- und Sportstättenkonzept beschlossen. Hier gibt es u. a. die Festlegung, das Haus der Jugend bis Ende 2021 zu veräußern oder – alternativ – danach zurückzubauen. Zu dieser Thematik bin ich mit meiner Verwaltung bereits seit Jahren mit den jetzigen Nutzern, dem o. g. Verein und dem Internationalen Bund als Träger des Jugendclubs, im Gespräch. Wir suchen gemeinsam nach Lösungen für die Zukunft. Der Jugendclub wird voraussichtlich noch im ersten Halbjahr in das Gemeinwesenzentrum (ehemalige Nordschule) umziehen. Auch für den KSV 69 Lauta e. V. zeichnet sich eine vernünftige Perspektive ab. Wir machen es uns mit der Entscheidung, das Haus der Jugend aufzugeben, nicht leicht. Dennoch wäre es wenig verantwortungsvoll, in dieses in die Jahre gekommene Haus mit einem großen Investitionsstau Geld zu investieren, dass wir als Stadt nicht haben. Demgegenüber sehe ich eine wichtige Aufgabe der kommenden Jahre darin, das Gemeinwesenzentrum an der Straße der Freundschaft zu beleben. Das wird schwer genug, ist aber aufgrund der städtebaulichen Verantwortung und der besseren Lage alle Mühen wert!

In diesen Wochen finden wieder die Jahreshauptversammlungen der Freiwilligen Feuerwehren im Stadtgebiet statt. Dieses wichtige Ehrenamt bekleiden aktuell 93 Kameradinnen und Kameraden, verteilt auf unsere vier Ortswehren. Ihnen gebührt unser aller Dank für die aufopferungsvolle Tätigkeit. Und Nachwuchs wird nach wie vor dringend gebraucht. Nehmen Sie bei Interesse bitte Kontakt zum Gemeindewehrleiter Martin Urbanski, zu den Ortswehrleitern oder zu Frau Grader im Rathaus auf. Vielen Dank!

Abschließend wünsche ich uns allen einen schönen Wintermonat Februar und unseren Schulkindern erholsame Ferientage.

Herzlichst!

Ihr Frank Lehmann, Bürgermeister